Kaiser und König

In vielen Darstellungen zur deutschen Geschichte findet man Unsicherheiten beim Umgang mit den Titeln Kaiser und König.

Kurzzusammenfassung - So verlief in Deutschland vor vielen hundert Jahren der übliche Vorgang:
In Frankfurt am Main wird von den sieben Kurfürsten der deutsche König gewählt. Dann wird er in Aachen feierlich gekrönt. In der nächsten Zeit unternimmt der König eine "Italienreise", um sich in Rom vom Papst zusätzlich noch zum Kaiser erheben zu lassen.


Inhalt:




Kaiser, der höchste weltliche Herrschertitel

Einige Zeit nach der Ermordung Caesars begann im Jahr 27 v.Chr. mit Augustus (= Oktavian) das Römische Kaisertum. Vorher war das Römische Reich eine Republik. Die Herrscher führten als Beiname u.a. den Titel Caesar. Aus dem lateinischen Wort "Caesar" entwickelte sich später das deutsche Wort "Kaiser" und das russische Wort "Zar" (Царь).

Das Reich der Römer bestand rund um das Mittelmeer herum, auch bis nach Gallien, Germanien und Britannien hinein. Für diese ihnen bekannte Welt war der römische Kaiser der oberste Herrscher.

In dem riesigen Militärreich kam es oft zur Erhebung von Gegen-Kaisern oder zur Ausrufung eines Kaisers in einem entfernt liegendem Gebiet. Eine Rolle spielte dabei auch Nikomedia (heute Izmit) im Ostteil des Reiches. Durch eine Reichsreform unter Kaiser Diokletian wurde im Jahr 286 Mailand zur Hauptstadt/Residenz vom Westteil des Reiches, nicht mehr Rom.



Zwei Kaiser

Zwischen den östlichen und den westlichen Teilen des römischen Reiches kam es zu keiner Einigung mehr. 330 wurde durch Kaiser Konstantin in Byzanz eine neue Hauptstadt gegründet, genannt Constantinopolis (Konstantinopel, heute Istanbul). Ab dem Jahr 395 war die Teilung endgültig, und es gab nun zwei Kaiser, den weströmischen Kaiser in Mailand und den oströmischen Kaiser in Byzanz.




Weströmischer Kaiser

Durch weitere äußere Bedrängung des weströmischen Reiches wurde die Residenz im Jahr 403 von Mailand nach Ravenna verlagert. Dort kam auch das Ende. Der letzte Kaiser, Romulus Augustulus, entsagte im September 476 zu Ravenna der Weströmischen Kaiserwürde. (Liste)



Wiederaufnahme des Titels (weströmischer) Kaiser

Einige Jahrhunderte später erinnerten sich neue Herrscher an ein altes römisches Überbleibsel, den Papst (Bischof von Rom). Der sollte nun den Titel Kaiser für das Oberhaupt der Welt wieder verleihen. Andererseits brauchte und suchte der Papst eine starke Macht hinter sich, insbesondere um gegen Byzanz zu bestehen.
Der mächtige Frankenkönig Karl der Große (Lieblingsort Aachen) war der erste in dieser Rolle. Im Jahr 800 wurde er vom Papst zum Kaiser erhoben.

Der deutsche König Otto der Große (Lieblingsort Magdeburg) zog im Herbst 961 mit Heeresmacht nach Italien, und im Februar 962 ernannte ihn in Rom der Papst zum Kaiser. Auch Ottos Gemahlin Adelheid empfing Salbung und Krönung.

Mit größtem Argwohn ließ sich der oströmische Kaiser in Byzanz (Konstantinopel) vom Wiedererstehen eines weströmischen Kaisers berichten. Schließlich wollte er der alleinige Kaiser sein, Weltherrscher. Otto dem Großen gelang eine Annäherung, er verheiratete 972 seinen Sohn und Nachfolger Otto II mit Theophano, der Nichte des oströmischen Kaisers.

Die von Otto eingeleitete Italienpolitik (Einmischung in dortige Angelegenheiten im Zusammenhang mit dem Papst) blieb für mehrere Jahrhunderte ein wesentlicher Bestandteil der deutschen Politik, um den Kaisertitel behaupten zu können. Man nennt das auch "Heiliges Römisches Reich deutscher Nation". Viele gewählte deutsche Könige zogen zum Papst, um sich dort noch zusätzlich zum Kaiser krönen zu lassen.

Seit 1438 stammten die deutschen Könige/Kaiser aus dem Hause Habsburg und residierten meist in Wien. Ab 1556 setzte ein Automatismus ein, eine Art Abonnement, der gewählte deutsche König war gleichzeitig Kaiser, ohne persönliche päpstliche Krönung. Sie nannten sich nun "erwählter römischer Kaiser".

Dieses Reich endete mit Franz II durch Niederlegen der römisch-deutschen Kaiserkrone am 06.08.1806 in Wien.
(Liste)



Kaiser von Österreich

Der letzte deutsche Kaiser Franz II hatte sich bereits am 11.08.1804 durch Pragmatikalgesetz als Franz I zum ersten Erbkaiser von Österreich erklärt, dann gab er 1806 den deutschen Kaisertitel auf. Grund dafür war die Bedrängnis durch Napoleon.

Die Kaiser von Österreich waren zugleich auch König von Ungarn und König von Böhmen. Zum bekanntesten Kaiser von Österreich wurde in der nachfolgenden Zeit Franz Joseph, er regierte 68 Jahre lang von 1848 bis 1916. Der letzte war Karl, Verzicht als Kaiser von Österreich am 11.11.1918.
(Liste)



Kaiser Napoleon

Etwa ab 1789 war in Frankreich Revolution. Im weiteren Geschehen war Napoleon als Feldherr an immer mehr Macht gekommen. Am 18.05.1804 erklärte er sich zum Kaiser. Das wurde sogar vom Papst anerkannt, aber Napoleon reiste nicht zum Papst, sondern ließ den Papst kommen. Der salbte ihn am 02.12.1804 in Paris (Notre-Dame-Kirche), dann setzte Napoleon sich selbst die Krone auf.

Napoleon löste 1806 durch Gründung des Rheinbundes das deutsche Reich auf. Der Titel eines deutschen Kaisers wurde abgeschafft, Napoleon selbst war nun Kaiser. Der letzte deutsche Kaiser Franz hatte sich mit einem selbstgeschaffenen Titel als Kaiser von Österreich zu retten versucht. Er wurde jedoch zunächst von Napoleon besiegt. Am 13.05.1809 zog Napoleon in Wien ein, und am 01.04.1810 heiratete Napoleon aus politischen Gründen die Tochter des österreichischen Kaisers, Maria Louise.

Napoleons Macht endete 1815, er entsagte dem Thron. Sein Kaisertitel war sozusagen der letzte weströmische, also durch den römisch-katholischen Papst bestätigte.

Eine kurze Wieder-Belebung des Titels Kaiser gab es noch: Im Zuge der 1848er-Revolution in Frankreich ernannte sich Napoleons Neffe Louis Bonaparte am 02.12.1852 nach einem Staatsstreich zum Kaiser Napoleon III. Er wurde am 02.09.1870 bei Sedan von den Deutschen gefangen und entthront.
Kurz darauf wurde der Kaisertitel wieder eingeführt, und zwar von den Deutschen am 18.01.1871 in Versailles bei Paris.
(siehe "Evangelische Kaiser")




Oströmischer Kaiser

Ab dem Jahr 395 war die Teilung des Römischen Reiches so endgültig, daß es zwei Kaiser gab, den weströmischen und den oströmischen. Während der letzte weströmische Kaiser schon im Jahr 476 abgesetzt wurde, bestand der oströmische Kaiser tausend Jahre länger, bis 1453. Die Residenz war in Byzanz (Konstantinopel, heute Istanbul). Man nennt es auch Byzantinisches Kaisertum.
Es wurde 1204-1261 unterbrochen durch das "Lateinische Kaisertum Romanien" in Konstantinopel, da wollten irgendwelche Kreuzzug-Ritter selber Kaiser spielen.
Das Ende des Byzantinischen Reiches kam mit der Eroberung von Konstantinopel durch türkische Übermacht am 29.05.1453. (Liste)



Der Zar als Nachfolger des Oströmischen Kaisers

Der Moskauer Großfürst Iwan der Schreckliche ließ sich am 16.01.1547 in der Himmelfahrtskathedrale zu Moskau zum ersten Zaren Russlands krönen (Царь Иван Грозный). Mit dem von "Caesar" abgeleiteten Titel "Zar" und der Krönung nach byzantinischem Ritus beanspruchte er für sich die Nachfolge des oströmischen Kaisers. Die Idee stammte von Iwans Erzieher, dem Metropolit Makarij (Метрополит Макарий).

Einen Zusammenhang mit dem Papst, wie beim weströmischen Kaiser, gab es nicht, weil ja durch die römische Teilung auch die Kirche geteilt war, katholisch und orthodox. Stattdessen erfolgte die Kaiserkrönung in Rußland fortan durch den orthodoxen Metropoliten.

1721 nahm Zar Peter I zusätzlich noch den Titel Kaiser an (russisch: Imperator, Император), bleibt bei den Zaren bis 1917 erhalten. Die letzte Krönung war Ende Mai 1896 in der Mariä-Himmelfahrtskirche des Moskauer Kreml für Zar Nikolaus II (Царь Николай Второй). Er dankte ab am 15.03.1917 nach der Februarrevolution in Petrograd (Февральская революция в Петрограде). (Liste)




Evangelische Kaiser

In Deutschland nach der 1848er-Revolution wies der preußische König Friedrich Wilhelm IV am 03.04.1849 die ihm von der Frankfurter Nationalversammlung angebotene deutsche Kaiserkrone zurück.

Erst einige Jahre später, zur deutschen Reichseinigung 1871 nach Bismarcks Plänen, wurde der Kaisertitel wieder eingeführt. Da es mittlerweile schon mehrere Könige im Lande gab, konnte der neue Oberherr nur Kaiser heißen, so wie früher. Aber mit dem ursprünglich römischen Titel, durch den röm.-kath. Papst verliehen, hatte das nur noch den Namen gemeinsam.
Am 18.01.1871 wurde in Versailles der preußische König Wilhelm (Haus Hohenzollern) zum Deutschen Kaiser Wilhelm I. ausgerufen. Als Datum hatte man den 170.Jahrestag der Erhebung Preußens zum Königtum gewählt.

Es gab in der zeitlichen Folge nur drei dieser Kaiser (Liste). Die Abdankung des letzten, Wilhelm II, wurde am 09.11.1918 verkündet.





Deutscher König

Nach dem Zerfall des Frankenreiches (Karl der Große † 814) kam es zu Reichsteilungen. Unter den im ostfränkischen Teil befindlichen Stämmen wurde erstmals im Jahr 911 ein deutscher König gewählt. Seit dieser ersten Königswahl blieb das deutsche Reich bis zu seinem Ende im Jahre 1806 theoretisch ein Wahlreich. Ab dem 13.Jahrhundert war festgelegt worden, wer sich an der Königswahl beteiligen durfte, 1356 gab es dafür ein Gesetz, die Goldene Bulle. Für die Wahl des deutschen Königs wurden sieben Kurfürsten festgelegt, drei geistliche (Erzbischof von Mainz, Erzbischof von Köln, Erzbischof von Trier) und vier weltliche (König von Böhmen, Herzog von Sachsen, Markgraf von Brandenburg, Pfalzgraf bei Rhein).
Wenn es die Macht des Vorgängers hergab wurde natürlich der als Nachfolger vorbereitete Sohn (Kronprinz) gewählt, zuletzt unter den Habsburgern seit 1438 immer.

Ab 1152 entwickelte sich Frankfurt am Main zum Ort der deutschen Königs-Wahl. Dies wurde auch durch die Goldene Bulle 1356 so bestimmt. Die Krönung nach der Wahl erfolgte aber in Aachen. Von 936 bis 1531 fanden 30 Krönungen zum deutschen König in Aachen statt.

Wie weiter oben schon dargestellt, versuchten die meisten deutschen Könige über den Papst zusätzlich noch römischer Kaiser zu werden.

Als dann der König weniger Bedeutung hatte, weil die Wahl in Frankfurt sogleich zum römisch-deutschen Kaiser erfolgte (ohne Papst), verzichtete man auch auf Aachen, und die Krönung war ebenfalls in Frankfurt, 1562–1792.

Die letzte Veranstaltung dieser Art war am 14.07.1792 in Frankfurt am Main, Wahl und Krönung von Franz II als römisch-deutscher Kaiser. Dieses Ereignis hat auch Goethe miterlebt, er beschreibt in "Dichtung und Wahrheit" die Volksbelustigung nach der Kaiserkrönung auf dem Römerberg.
(Liste der deutschen Könige/Kaiser)

Das alles endete 1806 durch Napoleons Rheinbund. Den deutschen König bzw. Kaiser gab es nicht mehr. Die Funktion der Kurfürsten wurde sinnlos.



König von Böhmen

Der erste, der eine Sonderrolle hatte, und sich neben dem deutschen König innerhalb des deutschen Reiches auch König nennen durfte, war der Herzog von Böhmen.

Böhmenherzog Vladislav (1140-1174) wurde von Kaiser Friedrich Barbarossa für treue Dienste mit der Königskrone belohnt, ohne dessen Zugehörigkeit zum deutschen Reiche zu lösen. 1212 wurde durch Kaiser Friedrich II die böhmische Königswürde als Lehen des deutschen Reiches bestätigt.

Anfangs (1198-1306) stammten die böhmischen Könige aus dem Geschlecht der Přemysliden. Dann kam eine Zeit wechselnder Häuser (1307-1526). Der König von Böhmen gehörte sogar mit zu den sieben Kurfürsten, die den deutschen König wählen durften. Nach dem König von Böhmen sind übrigens Festung Königstein in Sachsen und der Ort Königsberg in Ostpreußen benannt.

Im Zeitraum 1526-1804 war der deutsche Kaiser zugleich König von Böhmen und 1804-1918 war der österreichische Kaiser zugleich König von Böhmen, alles Haus Habsburg. (Liste)



August der Starke, König von Polen

Der sächsische Kurfürst August der Starke (Haus Wettin) war 1697-1706 und 1709-1733 auch König von Polen, ebenso sein Sohn Friedrich August II 1734-1763. Das hatte aber nichts mit dem deutschen Reich zu tun. August der Starke war dafür extra zur katholischen Religion übergetreten im Jahr 1697. Das war auch das einzige, was bei den Nachfolgern von dieser Sache noch übrigblieb, ein katholischer Landesvater im protestantischen Sachsen (bis 1918).



König in Preußen

Die dritte deutsche Sonderrolle im Zusammenhang mit dem Titel König erlangte der Kurfürst von Brandenburg.

Der brandenburgische Kurfürst Friedrich III ließ sich am 18.01.1701 in Königsberg als Friedrich I zum König in Preußen krönen. Im Prinzip setzte er sich selbst die Königs-Krone auf. Das Zugeständnis der Königswürde hatte er nach weitreichenden politischen Absprachen von Kaiser Leopold erhalten, dem er dafür im Spanischen Erbfolgekrieg Militär zur Verfügung stellen musste. Eine Einschränkung bestand darin, daß er König "in" Preußen sein durfte, aber nicht König "von" Preußen. Dies änderte erst Friedrich II nach 1772. (Königsberg in Ostpreußen lag nicht innerhalb des damaligen deutschen Reiches.)

Der König von Preußen wurde 1871 zum Deutschen Kaiser erhoben, das Ende kam 1918. (Liste)



Hannover

Hannover wurde erst 1692 Kurfürstentum. Die Kurfürsten von Hannover waren 1714-1837 zugleich Könige von England, dabei waren 1814 die Kurfürsten von Hannover zu Königen von Hannover erhoben worden, 1866 durch Preußen zerschlagen.



König von Ungarn

Ungarn wurde 1687 habsburgisches Kronland. Zwar hat das nichts mit Deutschland zu tun, aber dadurch, daß die Habsburger auch diesen Titel hatten, besteht ein Zusammenhang mit dem habsburgischen Kaiser in Wien. (wie auch König von Böhmen)



Napoleon schafft neue Könige

Mit dem von Kaiser Napoleon 1806 geschaffenen Rheinbund wurde das alte deutsche Reich aufgelöst und alles wurde anders.

Kaiser Napoleon gründete aus linksrheinischen preußischen, kurhessischen und braunschweigschen Gebieten das Königreich Westfalen, in dem sein Bruder Jerome Bonaparte König war. Es bestand 1807-1813, königliche Residenz in Hannover.

Kaiser Napoleon wandelte 1806 das Herzogtum Württemberg in das Königreich Württemberg um, königliche Residenz in Stuttgart. Es bestand über Napoleons Ende hinaus bis 1918. (Liste)

Kaiser Napoleon wandelte 1806 das Kurfürstentum Bayern in das Königreich Bayern um, königliche Residenz in München. Es bestand über Napoleons Ende hinaus bis 1918. (Liste)

Kaiser Napoleon wandelte 1806 das Kurfürstentum Sachsen in das Königreich Sachsen um, königliche Residenz in Dresden. Es bestand über Napoleons Ende hinaus bis 1918. (Liste)



Großherzog ist auch "Königlich"

In und nach der Napoleon-Zeit sind in deutschen Landen einige Herzöge zu Großherzögen erhoben worden, die dann auch mit "Königliche Hoheit" tituliert waren. Zum Beispiel:

Großherzog von Hessen und bei Rhein (1806/1816-1918 Residenz in Darmstadt) (Liste),

Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach (1815-1918 Residenz in Weimar), (Liste)

Großherzog von Baden (1806-1918 Residenz in Karlsruhe) (Liste),

Großherzog von Mecklenburg-Schwerin (1815-1918 Residenz in Schwerin) (Liste),

Großherzog von Mecklenburg-Strelitz (1815-1918 Residenz in Neustrelitz) (Liste),

Großherzog von Oldenburg (1815-1918 Residenz in Oldenburg) (Liste),





Auflistung der römischen Kaiser mit ihren Regierungszeiten (Gegenkaiser, Mitkaiser usw. sind hier meist weggelassen):
Augustus = Oktavian (27 v.Chr.-14 n.Chr.), Tiberius (14-37), Caligula (37-41), Claudius (41-54), Nero (54-68), Galba (68-69), Vitellius (69), Vespasian (69-79), Titus (79-81), Domitian (81-96), Nerva (96-98), Trajan (98-117), Hadrian (117-138), Antoninus (138-161), Mark Aurel (161-180), Commodus (180-192), Pertinax (192-193), Didius (193), Severus (193-211), Caracalla (211-217), Macrinus (217-218), Heliogabalus (218-222), Alexander (222-235), Maximinus I (235-238), Pupienus (238), Balbinus (238), Gordianus III (238-244), Philippus (244-249), Decius (249-251), Gallus (251-253), ämilianus (253-254), Valerian (254-260), Gallienus (260-268), Claudius II (268-270), Aurelian (270-275), Tacitus (275-276), Florianus (276), Probus (276-282), Carus (282-283), Numerianus (283-284), Diocletian (284-305), Constantius (305-306), Severus (306-307), Licinius (307-323), Konstantin (324-337 ab 330 Byzanz), (337-392 viele, unklar); (Konstantin Constantius Constans Magnentius Constantius Julianus Jovianus Valentinian Valens Prokopius Gratianus Theodosius Honorius Arcadius Maximus), Eugenius (392-394), Mailand/Ravenna: Honorius (395-423), Johannes (423-425), Valentinian III (425-455), Anitus (455-456), Majorianus (457-461), Lybius (461-465), Anthemius (467-472), Olybrius (472), Glycerius (472-474), Nepos (474-475), Romulus Augustulus (475-476);

Oströmisches Kaisertum Byzanz, (Gegenkaiser, Mitkaiser usw. sind hier meist weggelassen):
Arcadius (395-408), Theodosius II (408-450), Marcianus (450-457), Leo I (457-474), Leo II (474), Zeno (474-476), Basilikus (476-477), wieder Zeno (477-491), Anastasios I (491-518), Justinus I (518-527), Justinianus I (527-565), Justinus II (565-578), Tiberius I (578-582), Mauritius (582-602), Phokas (602-610), Heraklius (610-641), Konstantin III (641), Herakleonas (641), Konstans (641-668), Konstantin IV (668-685), Justinianus II (685-711), Philippikos Bardanes (711-713), Anastasios II (713-716), Theodosius III (716-717), Leo III der Isaurier (717-741), Konstantin V Kopronymos (741-775), Leo IV der Chazare (775-780), Konstantin VI (780-797), Kaiserin Irene (797-802), Nikephoros I (802-811), Staurakios (811), Michael I Rhangabé (811-813), Leo V der Armenier (813-820), Michael II der Stammler (820-829), Theophilos (829-842), Michael III (842-867 Vormünderin Theodara bis 856), Basilius I (867-886), Leo VI der Philosoph (886-912), Konstantin VII Porphyrogennetos (912-959 anfangs mit Vormund), Mitregent Romanos I Lekapenos (920-944), Romanos II (959-963), Nikephoros II Phokas (963-969), Johannes I Tzimiskes (969-976), Basilius II (976-1025), Konstantin VIII (1025-1028), Romanos III (1028-1034 Ehemann von Zoe), Micheal IV (1034-1041 Ehemann von Zoe, die Frau regierte), Micheal V (1041), Konstantin IX (1042-1055 Ehemann von Zoe), Kaiserin Theodara (1055-1056), Micheal VI (1056-1057), Isaak I Komnenos (1057-1059), Konstantin X Dukas (1059-1067), Romanos IV Diogenes (1068-1071), Micheal VII (1071-1078), Nikephoros III Botaniates (1078-1081), Alexios I Komnenos (1081-1118), Johannes II (1118-1143), Manuel I (1143-1180), Alexios II (1180-1183 Vormund Andronikus), Andronikus I (1183-1185), Isaak II Angelos (1185-1195), Alexios III (1195-1203), wieder Isaak II (1203-1204), Alexios IV Angelos (1203-1204), Alexios V Dukas Murtzuphlos (1204), Lateinisches Kaisertum Romanien 1204-1261, Micheal VIII Paläologes (1261-1282), Andronikos II (1282-1328), Andronikos III (1328-1341), Johannes V (1341-1376), Andronikos IV (1376-1379), wieder Johannes V (1379-1391), Manuel II (1391-1425), Johannes VIII (1425-1448), Konstantin XI (1448-1453)

Die russischen Zaren 1547-1917 (Цари), Regierungszeit:
Iwan IV "der Schreckliche" (Иван IV Васильевич (Грозный) 1547-1584), Fjodor I (Фёдор I Иоаннович 1584-1598), Boris Godunow (Борис Годунов 1598-1605), Fjodor II (1605), Dimitri II "der Falsche" (Лжедмитрий 1605-1606), Wassili IV (Василий IV Шуйский 1606-1610), Wladyslaw IV Wasa (1610-1613 designiert), Michael I Romanow (Михаил I Феодорович 1613-1645), Alexei I (Алексей Михайлович 1645-1676), Fjodor III (Фёдор III Алексеевич 1676-1682), Peter I "der Große" (Пётр I Алексеевич (Великий) 1682-1725), Katharina I (Екатерина I Алексеевна 1725-1727), Peter II (Пётр II Алексеевич 1727-1730), Anna (Анна Иоанновна 1730-1740), Iwan VI (Иван VI Антонович 1740-1741), Elisabeth (Елизавета Петровна 1741-1761), Peter III (Пётр III Фёдорович 1761-1762), Katharina II "die Große" (Екатерина II Алексеевна (Великая) 1762-1796), Paul (Павел I Петрович 1796-1801), Alexander I (Александр I Павлович (Благословенный) 1801-1825), Nikolaus I (Николай I Павлович 1825-1855), Alexander II (Александр II Николаевич (Освободитель) 1855-1881), Alexander III (Александр III Александрович (Миротворец) 1881-1894), Nikolaus II (Николай II Александрович 1894-1917), Michael II (1917);

Deutsche Könige/Kaiser, Regierungszeit:
[Konradiner:] 911- 918 Konrad I von Franken, [Sächsische:] 919-936 Heinrich I, 936-973 Otto I der Große (ab 962 Kaiser), 973-983 Otto II, 983-1002 Otto III, 1002-1024 Heinrich II, [Salier:] 1024-1039 Konrad II, 1039-1056 Heinrich III, 1056-1106 Heinrich IV, (Rudolf von Schwaben Gegenkönig 1077-1080), (Hermann von Luxemburg Gegenkönig 1081-1088), 1106-1125 Heinrich V, [Supplinburg:] 1125-1137 Lothar III, [Staufer:] 1138-1152 Konrad III, 1152-1190 Friedrich I Barbarossa, 1190-1197 Heinrich VI, 1198-1208 Philipp von Schwaben, (Otto IV v.Braunschweig Gegenkönig 1198-1208), 1208-1214 weiterhin Otto IV, (Friedrich II Gegenkönig 1212-1214), 1215-1250 weiterhin Friedrich II, (sein Sohn Heinrich 1220-1235), (sein Sohn Konrad IV 1237-1250), (Heinrich Raspe Gegenkönig 1245-1247, (Wilhelm von Holland Gegenkönig 1247-1256), 1250-1254 weiterhin Konrad IV, [Interregnum:] 1257-1273 Alfons X von Kastilien, (Richard von Cornwall Gegenkönig 1257-1272), [verschiedene Häuser:] 1273-1291 Rudolf I von Habsburg, 1292-1298 Adolf von Nassau, 1298-1308 Albrecht I von Österreich, 1308-1313 Heinrich VII von Luxemburg, 1314-1347 Ludwig IV der Bayer, (Friedrich der Schöne Gegenkönig 1314-1330), 1347-1378 Karl IV v.Luxemburg, (Günther von Schwarzburg Gegenkönig 1349), 1378-1400 Wenzel von Böhmen, 1400-1410 Ruprecht von der Pfalz, 1410-1437 Sigismund von Luxemburg, (Jobst von Mähren 1410-1411), [Habsburger:] 1438-1439 Albrecht II, 1440-1493 Friedrich III, 1493-1519 Maximilian I, 1519-1556 Karl V, 1556-1564 Ferdinand I, 1564-1576 Maximilian II, 1576-1612 Rudolf II, 1612-1619 Matthias, 1619-1637 Ferdinand II, 1637-1657 Ferdinand III, 1658-1705 Leopold I, 1705-1711 Joseph I, 1711-1740 Karl VI, 1740-1780 Maria Theresia, (Karl VII von Bayern 1742-1745), (Franz I Mitregent 1745-1765), (Joseph II Mitregent 1765-1780), 1780-1790 weiterhin Joseph II, 1790-1792 Leopold II, 1792-1806 Franz II;

König von Böhmen (České Království), Regierungszeiten:
[Přemysliden:] Ottokar I (1198-1230), Wenzel I (1230-1253), Ottokar II (1253-1278), Wenzel II (1278-1305), Wenzel III (1305-1306), [Habsburger:] Rudolf von Österreich (1307), [Meinhardiner:] Heinrich von Kärnten (1307-1310), [Luxemburger:] Johann der Blinde (1311-1346), Karl I (1346-1378) (= deutscher Kaiser Karl IV), Wenzel IV (1378-1419), Sigismund (1420-1437), [Habsburger:] Albrecht (1438-1439), Ladislaus Postumus (1440-1457), [Haus Poděbrad:] Georg von Podiebrad (Jiří z Poděbrad 1458-1471), [Haus Hunyadi:] Matthias I Corvinus (Gegenkönig 1471-1490), [Jagiellonen:] Vladislav II (1471-1516), Ludwig (1516-1526), [Habsburger:] Ferdinand I (1526-1564), Maximilian (1564-1575), Rudolf II (1575-1611), Matthias II (1611-1617), [Wittelsbacher:] Friedrich von der Pfalz (Winterkönig 1619/1620), [Habsburger:] Ferdinand II (1620-1627), Ferdinand III (1627-1657?), Ferdinand IV (1647-1654), Leopold I (1656-1705), Joseph I (1705-1711), Karl II (1711-1740), [Wittelsbacher:] Karl Albrecht (Gegenkönig 1741-1743), [Habsburger:] Maria Theresia (1740/1743-1780), Joseph II (1780-1790), Leopold II (1790-1792), Franz I (1792-1835), Ferdinand V (1835-1848), Franz Joseph I (1848-1916), Karl III (1916-1918);

Die Kaiser von Österreich 1806-1918, Haus Habsburg, Regierungszeiten:
Franz I (1806-1835), Ferdinand (1835-1848), Franz Joseph (1848-1916), Karl I (1916-1918);

Deutsche Kaiser 1871-1918, Haus Hohenzollern, Regierungszeiten:
Wilhelm I (1871-1888), Friedrich (1888), Wilhelm II (1888-1918);

Die Könige von Sachsen, Haus Wettin /Albertinische Linie, Regierungszeiten:
Friedrich August I der Gerechte (1806-1827), Anton I der Gütige (1827-1836), Friedrich August II (1836-1854), Johann der Wahrhaftige (1854-1873), Albert (1873-1902), Georg (1902-1904), Friedrich August III (1904-1918);

Die Könige von Württemberg, Haus Württemberg, Residenz in Stuttgart, Regierungszeiten:
König Friedrich I (1806-1816), König Wilhelm I (1816-1864), König Karl I (1864-1891), König Wilhelm II (1891-1918);

Die Könige von Bayern, Haus Wittelsbach, Residenz in München, Regierungszeiten:
König Maximilian I Josef (Max I) (1806-1825), König Ludwig I (1825-1848), König Maximilian II (1848-1864), König Ludwig II "Märchenkönig" (1864-1886), (König Otto, geisteskrank, 1886-1913), Prinzregent Luitpold (1886-1912), Prinzregent und dann König Ludwig III (1912-1918);

Die preußischen Könige, Haus Hohenzollern, Regierungszeiten:
Friedrich Wilhelm I "Soldatenkönig" (1713-1740), Friedrich II der Große "Alter Fritz" (1740-1786), Friedrich Wilhelm II (1786-1797), Friedrich Wilhelm III (1797-1840), Friedrich Wilhelm IV (1840-1861), Wilhelm (1861-1888) (ab 1871 Deutscher Kaiser Wilhelm I), Friedrich III (1888) (Deutscher Kaiser), Wilhelm II (1888-1918) (Deutscher Kaiser);

Großherzog von Hessen und bei Rhein, Fürstenhaus Brabant, Residenz in Darmstadt, Regierungszeiten:
Ludwig I (1806-1830, Ludwig II (1830-1848), Ludwig III (1848-1877), Ludwig IV (1877-1892), Ernst Ludwig (1892-1918);

Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach,
Fürstenhaus Wettin /Ernestinische Linie, Residenz in Weimar, Regierungszeiten:
Carl August (1815-1828), Carl Friedrich (1828-1853), Carl Alexander (1853-1901), Wilhelm Ernst (1901-1918);

Großherzog von Baden,
Fürstenhaus Zähringen, Residenz in Karlsruhe, Regierungszeiten:
Karl Friedrich (1806-1811), Karl Ludwig Friedrich (1811-1818), Ludwig I Wilhelm August (1818-1830), Leopold I (1830-1852), Ludwig II (1852-1856), Friedrich I (1852/1856-1907), Friedrich II (1907-1918);

Großherzog von Mecklenburg-Schwerin,
Residenz in Schwerin, Regierungszeiten:
Friedrich Franz I (1815-1837), Paul Friedrich (1837-1842), Friedrich Franz II (1842-1883), Friedrich Franz III (1883-1897), Friedrich Franz IV Michael (1897-1918);

Großherzog von Mecklenburg-Strelitz,
Residenz in Neustrelitz, Regierungszeiten:
Karl II (1815-1816), Georg Wilhelm (1816-1860), Friedrich Wilhelm (1860-1904), Georg Adolf Friedrich V (1904-1914), Adolf Friedrich VI (1914-1918 Freitod), 1918 als Verweser Friedrich Franz IV Großherzog von Mecklenburg-Schwerin;

Großherzog von Oldenburg 1815-1918, Titel erst ab 1829 genutzt, Dynastie Holstein-Gottorp, Residenz in Oldenburg, Regierungszeiten:
Paul Friedrich August (1829-1853), Nikolaus Friedrich Peter II (1853-1900), Friedrich August (1900-1918);



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